Die Geschichte des Hotels

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in Deutschland ein Baustil, der sich durch sein innovatives Erscheinungsbild von der damals zeitgemäßen Architektur unterschied. In diese Jahre, nämlich 1898/1899, die später als die Epoche der Gründerzeit in die Annalen eingingen, fiel auch die Erbauung des Artushof.

Das Gebäude wurde 1899 vom Architekten Franz Oskar Hartmann an der Ecke Borsberg-/ Fürstenstraße (heute Fetscherstraße) errichtet. Es ist ein markantes späthistorisches Eckgebäude mit repräsentativer, reicher Klinkerfassade. Besondere Akzente werden durch Eckrisalit mit Dachreiter, Erker, Giebel und kunstvoll gestaltete Fenstergewände gesetzt. Die Klinkerfassade ist in dieser Form zudem unverwechselbar und selten. Baukünstlerisch und stadtentwicklungs-geschichtlich bedeutend, ist es eines der bemerkenswertesten Jahr hundertwende-Gebäude in Dresden.

Erstmalig wird das Gebäude 1901 in den Adressbüchern der Stadt Dresden erwähnt. Ursprünglich wurde es als Stadtvilla mit Mietwohnungen konzipiert. Im Jahr 1908 war Louis Eberhardt Schankwirt im Artushof und der Maler und geheime Hofrat Leon Pohle einer seiner Bewohner.

Aufgrund der Lage am damaligen Fürstenplatz – heute Fetscherplatz – tauften die neuen Eigentümer, die Familie Radisch, das Anwesen 1911 offiziell »Fürstenhof«. Aus der ursprünglichen Stadtvilla mit Mietwohnungen wurde Schritt für Schritt ein Hotel mit Restaurant.

Den Luftangriff am 13./14. Februar 1945 überstand das Gebäude fast unbeschadet und wurde 1946 von der Landesregierung Dresden als Gästehaus genutzt. Die Gaststätte, die hauptsächlich der Betreuung der Hausgäste diente, wurde 1949 vom Reiseunternehmen »Intertourist« genutzt. Später ging das Restaurant in die Verwaltung der HO Gaststätte über und nannte sich nach dem Hotel »Gaststätte Artushof«.

1973 wurde das Lokal rekonstruiert und modernisiert. Das Restaurant »Ostrava« entwickelte sich zu einer in ganz Dresden bekannten tschechischen Nationalitäten-gaststätte.

1992 erwarb die Münchener Familie Haupt das Anwesen und sanierte das Haus unter Berücksichtigung denkmalschutzrechtlicher Belange stilgerecht und mit ausgesprochener Liebe zum Detail. So wurde aus dem Artushof das Apartmenthotel, wie man es heute kennt und schätzt.

Seit der Wiedereröffnung 1994 gemahnen neben zahlreichen, original erhaltenen Stuckdecken auch zwei strahlend weiße Kachelöfen aus der weltberühmten Meißner Porzellanmanufaktur an die gute alte Zeit.

Der Artushof heute ist ein Hotel am Schnittpunkt von Tradition und Moderne und bietet seinen Gästen jeden zeitgemäßen Komfort: freies WiFi auf allen Zimmern, einen Hotelpass zu kostenlosen Nutzung der öffentlichen Nahverkehrsmittel von Dresden, ein reichhaltiges, gesundes und mit regionalen Produkten bestücktes Frühstücksbuffet und – als besonderer Gourmet-Tipp – das schon mehrfach von strengen Juroren ausgezeichnete Steakhouse »Estancia«.

Ein besonderer Pluspunkt ist die Lage des Hotels: in fußläufiger Nähe befindet sich der Große Garten, eine von Europas schönsten Parkanlagen. Die Uni-Kliniken und das BioInnovationszentrum sind nur einen Kilometer entfernt. Ein Spaziergang zur Elbe oder eine Fahrt mit der direkt vor dem Hotel abfahrenden Straßenbahn zur historischen Altstadt – alles kein Problem. Das feine Stadtpalais liegt im Villenviertel Striesen und mittendrin im Herzen der Elb-Metropole.